„Die Favoriten müssen richtig kämpfen.
08.01.2010
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Veranstalter Frank Minder und sein Sportlicher Leiter Patrick Sercu haben sich für die 46. Auflage des Bremer 6-Tage-Rennens etwas ganz Besonderes ausgedacht. Am Montagabend werden beide Jagden als so genannte Handicaprennen gefahren. Dabei werden die Fahrer nicht etwa mit Bleiwesten über dem Radtrikot auf die Rundenhatz geschickt. Die führenden Teams gehen bei den Handicap-Rennen mit einem zuvor festgelegten Rundenrückstand in die Jagden.

Wie viele Runden Sercu den Teams jeweils aufbrummt, liegt in seinem Ermessen. Doch es kann durchaus sein, dass die topplatzierte Mannschaft mit fünf Runden Rückstand in die Jagd starten muss, die Zweitplatzierten mindestens noch mit drei oder vier Runden. So setzt sich das Spielchen dann bis zum Schlusslicht der Gesamtwertung fort. Das Team mit der „Roten Laterne" kann sicher davon ausgehen, dass es die Jagden am Montag in der Nullrunde beginnt, alle anderen müssen mehr oder weniger zittern. „Einen Tag vor der Finalnacht bringt das noch einmal zusätzliche Spannung. Das kann schon mal für Überraschungen sorgen, die Favoriten müssen richtig kämpfen, wenn sie das Rennen gewinnen wollen", sagt Sercu.

Frank Minder sieht das genau so. „Das Handicap-Rennen ist zwar keine Weltneuheit, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass es super ankommt beim Publikum." In Kopenhagen gehören die Handicap-Rennen zum festen Repertoire. In Bremen wurden sie bereits in den 1970er Jahren ausgetragen, „Die Halle hat getobt, das war die nackte Hölle", erinnert sich Minder an die Zeit, als noch sein Vorgänger Willi Röper das Sagen hatte. „Willi war so ein verrückter Hund. Wenn ihm die Leistungen eines Teams nicht gefielen, dann hat er der Mannschaft spontan gleich mal noch eine Runde mehr aufgebrummt."

Solcherlei Gemeinheiten haben die Fahrer bei Patrick Sercu nicht zu befürchten. Man müsse schon genau abwägen, ob die Topfahrer es theoretisch schaffen können, die Runden wieder aufzuholen, gibt der „Sechstage-Kaiser" zu bedenken. „Es muss möglich sein, aber dafür müssen die Spitzenfahrer schon richtig Gas geben", ergänzt Minder. So ist das Handicap, mit dem Sercu die Sechstageprofis auf die Reise schickt, auch von der Länge des Rennens abhängig. In Bremen werden die beiden Jagden zwar einerseits als eigenständige Rennen gewertet, andererseits haben die Fahrer Zeit bis zum Ende der zweiten Jagd, die auferlegten Rundenrückstände aufzuholen. Für knisternde Spannung am späten Montagabend ist auf jeden Fall gesorgt.

 

Datum: 22.04.2010 23:53:58 Uhr

# Team RR Punkte
1 Marvulli & Risi 0 419
(Team Nehlsen)
2 Keisse & Bartko 0 411
(Team swb)
3 Grasmann & Lampater 2 329
(Team Radio Bremen)
4 Stam & van Bon 2 254
(Team Albert Voigt)
5 Müller & Beikirch 6 107
(Team Weser Kurier)
6 Mohs & Barth 8 228
(Team BM Invest)
7 Aeschbach & Marguet 8 206
(Team dentaltrade)
8 Kolesnikow & Schmidt 18 99
(Team Nordwest-Ticket)
9 Donadio & Hacecky 19 134
(Team Paul Mitchell)
10 Madsen & Hester 20 134
(Team Visit Hannover)
11 Blaha & Hochmann 23 81
(Team Friebel)
12 Bach & Siedler 29 96
(Team Tylö-Sauna)
RR = Runden Rückstand

Rundenrekordfahren

Sparda-Bank Hannover eG-Preis

Datum: 19.01.2010 22:07:13 Uhr

# Team Punkte
1.  Mohs & Barth (Team BM Invest) 10
2.  Marvulli & Risi (Team Nehlsen) 6
3.  Aeschbach & Marguet (Team dentaltrade) 5
4.  Bach & Siedler (Team Tylö-Sauna) 4
5.  Keisse & Bartko (Team swb) 4
6.  Madsen & Hester (Team Visit Hannover) 2
7.  Grasmann & Lampater (Team Radio Bremen) 0
8.  Donadio & Hacecky (Team Paul Mitchell) 0
9.  Stam & van Bon (Team Albert Voigt) 0
10.  Blaha & Hochmann (Team Friebel) 0
11.  Kolesnikow & Schmidt (Team Nordwest-Ticket) 0
12.  Müller & Beikirch (Team Weser Kurier) 0
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